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Räder aus Eisen: Zweiweg-Fahrzeuge erfreuen sich gerade in der Hafenwirtschaft aufgrund ihrer Vielseitigkeit einer großen Beliebtheit. Ein Unimog-Zweigefahrzeug bei der Firma Steinweg im Hamburger Hafen.

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BSH: Flotte bleibt stabil

Als dienstältestes Schiff wird die „Atair” 2008 ihren 20. Geburtstag feiern können und damit in wenigen Jahren zur Ausmusterung anstehen.

Publiziert von: Zeitschrift Deutsche Seeschifffahrt, Organ des Verband Deutscher Reeder (VDR), Hamburg, Heft 2/2007

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"Dieser Bauplan hat uns viel abverlangt"

10.10.2006 / Echard Herbert Arndt / publiziert von: www.garstedt.de

Die Bürgerfragestunde nutzten verschiedene Anwohner aus Neu Garstedt, weitere Details "über die Kiesgrubengeschichte" in Erfahrung zu bringen. Bürgermeister Klaus-Peter Wind (ganz links) erläuterte das Vorhaben
Foto: Die Bürgerfragestunde nutzten verschiedene Anwohner aus Neu Garstedt, weitere Details "über die Kiesgrubengeschichte" in Erfahrung zu bringen. Bürgermeister Klaus-Peter Wind (ganz links) erläuterte das Vorhaben

Garstedter Rat kommt in Sachen Dorfüberplanung einen wichtigen Schritt voran

Was lange währt, wird endlich gut. Garstedts Gemeinderat konnte jetzt einen ersten Meilenstein auf dem Weg zu einer Überplanung des Heidedorfes setzen. Auf seiner jüngsten Sitzung am Montag dieser Woche verabschiedete der Rat den Bebauungsplan (B-Plan) Nr. 9 „Dorfmitte", wobei im selben Atemzug noch eine kleine Korrektur mit eingearbeitet wurde, die die Besonderheiten eines im Wirkungsbereich des B-Plans liegenden Grundstückes berücksichtigt. Mit der in Kürze zu erwartenden Veröffentlichung im Amtsblatt des Landkreises Harburg kann der B-Plan dann auch formal in Kraft treten.

Die Anstrengungen des Rates haben zum Ziel, den dörflichen Charakter des Ortes zu erhalten. Entstellungen, wie sie in zahlreichen anderen Dörfern der Samtgemeinde inzwischen anzutreffen sind, soll es in Garstedt nicht geben, so der Anspruch des Rates. Bürgermeister Klaus-Peter Wind (UWG) lobte die Arbeit der Ratsmitglieder: „Dieser Plan hat uns in den zurückliegenden drei Jahren sehr viel abverlangt." Das Werk sei das Ergebnis eines gemeinsamen Prozesses, bei dem auch die betroffenen Bürger "mit vielen Anregungen, aber auch mit Bedenken an den Rat herantraten". Er, Wind, "begückwünsche" den Rat für das beherzte"Zupacken".

 

Doch viel Zeit zum Ausruhen verbleibt nicht. Weitere B-Pläne stehen auf der Tagesordnung, allen voran die beiden, den Bereich der Bahnhofstraße bertreffenden Pläne (10 a und 10 b). Aktuell beschäftigte sich der Gemeinderat auch mit dem B-Plan Nr. 11 "Gewerbegebiet Hambruch". Er wird vor allem aufgrund der Investitionsabsichten eines Speditionsbetriebes erforderlich. Darüber hinaus verfolgt auch der Betreiber des ortsansässigen Kunststoffwerkes Expansionsabsichten. Frank Schnitker, Mitarbeiter des Planungsbüros Ingwa aus Oldenburg, präsentierte in seinen Ausführungen weitere Details zu dem B-Plan und den damit verbundenen Vorhaben. In etwa vier Wochen wird der B-Plan Nr. 11 dann öffentlich ausgehängt, so dass dann die Bürger die weiteren Details ersehen können.

 

Mit einem formalen "Haken" versahen die Ratsmitglieder die Absichten des Kieswerk Lütchens, der im Bereich der bereits heute bestehenden Kiesgrube, die an der Nahtstelle zwischen Garstedt und Toppenstedt liegt, künftig Nassabbau betreiben will. Hier steht das umfangreiche Planfeststellungsverfahren an, das allerdings auf übergeordneten Administrationsebenen abgearbeitet wird. Eine Gruppe von Bürgern aus Neu-Garstedt, die nach eigenem Bekunden "eher durch Zufall" von "der Kiesgrubengeschichte" (O-Ton) erfuhren, nutzten die Bürgerfragestunde, um Näheres über die Pläne zu erfahren. Ihre Sorgen auf einen Punkt gebracht: Wie wirkt sich das Vorhaben auf den Grundwasserspiegel aus? Wieviel zusätzlichen Lkw-Verkehr wird diese Erweiterung nach sich ziehen? Oder was kommt, wenn in mehr als zwei Jahrzehnten die Grube ausgebeutet ist? Eine besorgte Bürgerin: "Haben wir dann ein Naherholungsgebiet vor der Haustür?" Bürgermeister Wind, aber auch andere Ratsmitglieder, verwiesen darauf, dass es am sinnvollsten für die Betroffenen sei, weitere Detailinformationen beim Landkreis Harburg und zugleich auch ihre Bedenken zu Protokoll zu geben.

Was lange währt, wird endlich gut. Garstedts Gemeinderat konnte jetzt einen ersten Meilenstein auf dem Weg zu einer Überplanung des Heidedorfes setzen.

 

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